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Betreiberverantwortung/ Pflichtenübertragung

Betreiberverantwortung/ Pflichtenübertragung

Zur rechtssicheren Sicherheitsorganisation gehört die ordnungsgemäße Delegation von Unternehmeraufgaben und Betreiberpflichten, z. B. Delegation von Personal- und Fachverantwortung sowie ordnungsgemäße Arbeitsschutzorganisation. Eine pauschale, alle Betriebsarten erfassende Darstellung der diesbezüglichen Aufgaben kann nicht erstellt werden, vielmehr ist stets auf den Einzelfall bezogen eine genaue Analyse vorzunehmen.

Die große Menge an Aufgaben, die insoweit an Betreiber gestellt werden, ist zu überblicken. Im Rahmen der Implementierung sind die diesbezüglichen umfangreichen Dokumentationen bereitzustellen, den Organisationseinheiten und Personen einerseits und den Leistungsprozessen andererseits zuzuordnen. Dies soll komplett und lückenlos durchgeführt werden, sodass alle (gesetzlichen) Anforderungen erfüllt werden (z. B. zum Brand- und Explosionsschutz oder zur Gefahrstoffverordnung).

Oft bereitet die Gefährdungsbeurteilung Schwierigkeiten, weil die Fülle an Anforderungen und gesetzlichen Vorgaben unübersichtlich scheint.

I.d.R. erreicht die Vielfalt an Pflichten und der Aufwand zur Umsetzung ein Ausmaß, das nur noch durch Übertragung von Pflichten auf viele Schultern zu bewältigen ist auch durch Bestellung verantwortlicher Personen. Wer Zuständigkeitsbereiche schafft und/oder verantwortliche Führungskräfte einsetzt bzw. beauftragt, wer Aufgaben und Kompetenzen zuteilt und klare Zuständigkeitsbereiche bildet, schafft Delegation und mit ihr pflichtgemäß eine betriebliche Organisation. Führungskräfte übernehmen in dem ihnen zugewiesenen (delegierten) Umfang Kompetenz- und damit Verantwortungsbereiche.

Umfang und Grenzen von Verantwortungs- und Aufgabenbereichen müssen klar gegeneinander abgetrennt und überschaubar gegliedert sein. Die Gliederung muss die Aufgaben- bzw. Zuständigkeitsbereiche horizontal und die betriebliche Hierarchie vertikal erkennen lassen, die Linien- bzw. Stabsbereiche müssen sich gegeneinander abheben, sodass die jeweilige Fach- und Führungsverantwortung für alle Bereiche klar zu erkennen ist. Ist ein Betrieb klar und übersichtlich organisiert und wurden unmissverständliche Bestellschreiben an die verantwortlichen Personen gereicht und von diesen gegengezeichnet, ist der Umfang der jeweiligen Verantwortungs- und Aufgabenbereiche erkennbar definiert.

6 Grundregeln

Die sechs Grundregeln der Pflichtenübertragung lauten daher wie folgt:
1. klare, eindeutige Definition der zu übertragenden Pflichten
2. sorgfältige Auswahl von geeigneten Führungskräften, Beauftragten, Be-schäftigten, Dienstleistern und Fremdfirmen (auch Subunternehmen)
3. schriftliche, widerspruchsfreie Ver- und Erteilung der Verantwortung
4. Ausstattung der Verpflichteten mit den erforderlichen Mitteln und Befugnissen
5. ausreichende An-, Ein- und Unterweisung der Verpflichteten
6. angemessene Aufsicht, Kontrolle und Überwachung
Die an einer Übertragung von Betreiberverantwortung interessierten Stellen wissen, dass Sie nach der Delegation von Aufgaben und Kompetenzen hinsichtlich ihrer eigenen Verantwortung nicht "zu 100 % entlastet sind. Der Delegierende (der Auftraggeber) muss sich angemessen oft "vor Ort" von der ordnungsgemäßen Durchführung der Aufgaben überzeugen. Nur die im Durchgriff und örtlich erfolgte Kontrolle gibt dem Betreiber ausreichend Anhaltspunkte über die ordnungsgemäße Durchführung der übertragenen Aufgaben und vermittelt darüber hinaus bei den beauftragten Personen den Eindruck, sich mehr als nur oberflächlich für die Belange vor Ort zu interessieren. Dies ist ein wesentlicher Punkt bei der Untersuchung von Behörden nach eingetretenen Ereignissen mit Schäden an Personen.

Facility Management

Kay Meyer, Geschäftsführer
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