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Risiken des Managements / der Organisation

Organisationspflichten im Facility Management

Die gewählte Aufbau- und Ablauforganisation im Facility Management mit seinen Schnittstellen zu internen und externen Stakeholdern, sowie die Kommunikations- und Berichtswege sowie der Entscheidungsfindungsprozess können positive oder negative Einflüsse auf die Erreichung der Unternehmens- und FM-Ziele haben, sie wirkt auf Mitarbeiter-Fluktuation und Motivation.

Mit Blick auf Maßnahmen des Arbeitsschutzes fordert 3 Abs. 2 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) von Arbeitgebern für eine geeignete Organisation zu sorgen und die erforderlichen Mittel bereitzustellen. Die Organisationspflichten obliegen zunächst dem Management, nachrangig aber allen Führungskräften vom Abteilungsleiter bis zum Vorarbeiter.

Durch die Festlegung einer lückenlosen und in sich widerspruchsfreien Aufgabenverteilung und Vertretungsregelung hat die Unternehmensleitung sicherzustellen, dass es weder Zuständigkeitslücken noch blockierende Kompetenzüberschneidungen gibt.

Dieses soll so erfolgen, dass die Unversehrtheit der Beschäftigten und Dritter, die Wahrung sonstiger Rechte sowie die Umwelt geschützt werden.

Aufsichtspflichten und Führungspflichten

Das Management darf nur fachlich qualifizierte und geeignete Führungskräfte für die Wahrnehmung der Aufsichtspflichten einsetzen. Die Pflichtenübertragung ist zu regeln. Die Wahrnehmung ist zu überwachen, Betriebsbeauftragte beziehungsweise Koordinatoren sind zu bestellen oder entsprechend qualifizierte Fremdunternehmen sind zu beauftragen.

Durch die Übertragung entsprechender Befugnisse an die Führungskräfte sowie Bereitstellung entsprechender Unterlagen, Anleitungen, Prozessbeschreibungen und Betriebshandbücher hat die Unternehmensleitung dafür Sorge zu tragen, dass die Beschäftigten in die zu verrichtenden Tätigkeiten eingewiesen und unterwiesen sind.

Die Pflichten der Führungskräfte liegen vor allen in den Bereichen Auswahl und Einsatz geeigneter Kollegen für sicherheitsrelevante Tätigkeiten, An-, Ein- und Unterweisung der Beschäftigten oder von Fremdunternehmen und der Aufsicht über die ordnungsgemäße Durchführung.

Organisationsverschulden

Begriffe wie Organisationsverschulden werden diskutiert, die notwendigen Konsequenzen sind zu ergreifen, da Informationen und Zusammenhänge über die Betreiberverantwortung vorliegen.

Die im deutschen Arbeitsschutzrecht bereits stark ausgeprägten Fürsorgepflichten gegenüber den eigenen Beschäftigten werden zusätzlich auf die Allgemeinheit ausgedehnt.

Eine Haftung kommt zusätzlich sowohl im Innen- als Außenverhältnis, bei Pflichtverletzung, Kausalität und Schaden in Betracht.

Diese Verhältnisse sind unbedingt im Rahmen des Risikomanagementsystems ständig zu überwachen.

Pflichtverletzung

Führungskräfte haben kraft ihrer Stellung im Unternehmen originäre, eigenständige Pflichten in ihrem jeweiligen Aufgaben- und Zuständigkeitsbereich. Dies gilt insbesondere für Personen, die vom Management beauftragt sind, den Betrieb ganz oder teilweise zu leiten, wie beispielhaft Betriebsleiter, Werkleiter, Dienststellen- oder Fachbereichsleiter, Direktoren oder Prokuristen ( 9 Abs. 2 Nr. 1 OWiG).

Aber bei allen anderen Führungskräften gehören Organisations-, Auswahl- und Überwachungspflichten zur Führungsverantwortung.

Bei der Übertragung von Aufgaben und Pflichten kann sichergestellt sein, dass der Verpflichtete die Kompetenzen, Befugnisse und Mittel besitzt die Verantwortung ( 9 Abs. 2 Nr. 2 OWiG) wahrzunehmen. Insbesondere bei der innerbetrieblichen Delegation kann der Verpflichtete gegebenenfalls gesondert mit Kompetenzen oder Mitteln ausgestattet werden beziehungsweise entsprechende Vollmachten erhalten

Bei aller Delegation verbleibt eine Aufsichtspflicht bei demjenigen, der die Pflicht überträgt ( 130 OWiG).

Facility Management

Kay Meyer, Geschäftsführer
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